In der Arbeit Wachstumsfinanzierung in der Agrarwirtschaft
habe Martin Kühling, Vorstand der Volksbank Vechta, herausgestellt, dass die Veredlungsbetriebe im Oldenburger Münsterland Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Agrarwirtschaftsräumen und deshalb günstigere Ausgangsbedingungen bei der Fremdkapitalisierung hätten.
Angesichts der hohen Dichte der Betriebe und der daran gebundenen Probleme sei eine weitere Wachstumskapitalisierung durch die Banken aber suboptimal, erläuterte die Hochschule die Studienergebnisse. Ohne eine Lösung der bestehenden Schwierigkeiten sei weiteres Wachstum mit umfangreichen negativen externen Effekten verbunden.
Henning Müller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Niedersächsischen Kompetenzzentrums Ernährungswirtschaft (NieKE), kam in seiner Dissertation Die Agrar- und Ernährungswirtschaft vor neuen Herausforderungen - eine Konzeption zur aktiven Gestaltung von Zukunft im Nordwesten Niedersachsens
laut Hochschulangaben zu dem Ergebnis, dass die Konflikte zwischen der intensiven Veredlungswirtschaft und der Ausweitung der Biogaserzeugung im Nordwesten Niedersachsens eine aktive Zukunftsgestaltung unabdingbar machen.
Es sei nicht länger möglich, nur in eng begrenzten Wertschöpfungsketten zu denken. Vielmehr müssten bei der Entwicklung und Umsetzung von Zukunftsszenarien Argumentationen von Umwelt-, Tierschutz- und Verbraucherverbänden berücksichtigt werden, so Agra-Europe.