25.01.2012 RSS Feed

ISPA: Tierhaltung im Nordwesten braucht eine aktive Zukunftsgestaltung

Ispa

Die zunehmende Verdichtung von Tierhaltungsbetrieben im nordwestlichen Niedersachsen macht eine aktive Zukunftsgestaltung unabdingbar, berichtet Agra-Europe. Das zeigen laut Angaben der Universität Vechta zwei Dissertationen, die jetzt am Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) erfolgreich abgeschlossen worden sind.

 

In der Arbeit Wachstumsfinanzierung in der Agrarwirtschaft habe Martin Kühling, Vorstand der Volksbank Vechta, herausgestellt, dass die Veredlungsbetriebe im Oldenburger Münsterland Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Agrarwirtschaftsräumen und deshalb günstigere Ausgangsbedingungen bei der Fremdkapitalisierung hätten.

 

Angesichts der hohen Dichte der Betriebe und der daran gebundenen Probleme sei eine weitere Wachstumskapitalisierung durch die Banken aber suboptimal, erläuterte die Hochschule die Studienergebnisse. Ohne eine Lösung der bestehenden Schwierigkeiten sei weiteres Wachstum mit umfangreichen negativen externen  Effekten verbunden.

 

Henning Müller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Niedersächsischen Kompetenzzentrums Ernährungswirtschaft (NieKE), kam in seiner Dissertation Die Agrar- und Ernährungswirtschaft vor neuen  Herausforderungen - eine Konzeption zur aktiven Gestaltung von Zukunft im Nordwesten Niedersachsens laut Hochschulangaben zu dem Ergebnis, dass die Konflikte zwischen der intensiven Veredlungswirtschaft und der Ausweitung der Biogaserzeugung im Nordwesten Niedersachsens eine aktive Zukunftsgestaltung unabdingbar machen.

 

Es sei nicht länger möglich, nur in eng begrenzten Wertschöpfungsketten zu denken. Vielmehr müssten bei der Entwicklung und Umsetzung von Zukunftsszenarien Argumentationen von Umwelt-, Tierschutz- und  Verbraucherverbänden berücksichtigt werden, so Agra-Europe.



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