In Frankreich hat der Verband der Schweinehalter (FNP) verärgert auf die Streichung weiterer staatlicher Investitionshilfen reagiert, meldet Agra Europe.
Diese Entscheidung sei trotz des Widerstandes von berufsständischer Seite bereits am 13. Dezember getroffen und mittlerweile im offiziellen Bulletin des Ministeriums veröffentlicht worden, beklagte der FNP. Darin werde der Schritt mit ausgeschöpften Haushaltsmitteln
begründet. Laut Verbandsangaben waren entsprechende Fördergelder im Oktober 2011 eingeführt worden, um Betriebsleiter bei der Verbesserung ihrer Haltungsformen zu flankieren.
Der zur Verfügung gestellte Betrag von 5 Mio Euro sei bereits innerhalb weniger Wochen ausgeschöpft worden, wobei insgesamt 319 Projekte davon profitiert hätten. Nach Ansicht des FNP war der Run
auf die Beihilfen außerordentlich stark, und zwar nach dem Motto wer zuerst kommt, mahlt zuerst
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Wie Agra Europe weiter berichtet, konnten 1 000 Anträge in Ermangelung weiterer Haushaltsmittel nicht bedient werden. Bereits am 13. Dezember habe der Dachverband im zuständigen Fleischausschuss der zentralen Agrarbehörde FranceAgriMer gegen die Entscheidung protestiert, keine weiteren Gelder zu bewilligen. Die Befürchtungen einer restriktiven Haushaltspolitik für 2012 haben sich erwartungsgemäß bestätigt
, bedauerte der FNP. Darüber hinaus habe keine Diskussion über etwaige Anpassungsmöglichkeiten stattgefunden.
Was bleibe, sei ein bitterer Nachgeschmack und der Eindruck, dass das Ministerium und FranceAgriMer offensichtlich die mehr als vierjährige Krise in der französischen Schweinehaltung ignorierten, die für den Investitionsrückstau der Betriebe verantwortlich sei. Wie weiter gemeldet wurde, ist der nationale Strategieplan für die gesamte Fleischbranche im soeben begonnenen Kalenderjahr mit rund 43 Mio Euro dotiert. Davon dürften vermutlich 20 Mio Euro für die Vorgaben zur Unterbringung von trächtigen Sauen eingesetzt werden. Genaueres werde erst Mitte März bekannt sein, wenn der Verwaltungsrat der Agrarbehörde FranceAgriMer über die Finanzierung der einzelnen Branchen entschieden habe.
FNP-Präsident Jean-Michel Serres zufolge hofft der Fachverband, dass bereits aktuell 30 % der französischen Stallbauten die Vorgaben der Europäischen Union erfüllen, und weitere 15 % dieses Ziel bis zum 1. Januar 2013 erreichen können
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