30.01.2012 RSS Feed

Dämpfer für Brasiliens Schweinefleischausfuhr

Brasilien

Brasilien hat im vergangenen Jahr weniger Schweinefleisch ins Ausland verkaufen können. Die Exporte sanken auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren. Wie aus Statistiken des brasilianischen Schweine- und Exportverbandes ABIPECS hervorgeht, belief sich die Ausfuhrmenge 2011 auf 516.400 t Schlachtgewicht, das waren 4,4 % weniger als im Vorjahr und 15 % weniger als 2009.

 

Maßgeblich verantwortlich für den Rückgang waren Absatzschwierigkeiten auf dem russischen Markt. Russland hatte nach einer Überprüfung einer Vielzahl von brasilianischen Fleischbetrieben die Liefererlaubnis entzogen und ab Mitte Juni 2011 die Einfuhr von Fleisch aus den Bundesstaaten Mato Grosso, Parana und Rio Grande do Sul generell verboten. Dadurch bedingt exportierte Brasilien im vergangenen Jahr mit 126.500 t nur etwa halb soviel Schweinefleisch nach Russland wie in den Vorjahren. Russland büßte außerdem seine Stellung als wichtigster brasilianischer Exportmarkt ein und wurde von Hongkong überflügelt. Rund 130.000 t Schweinefleisch lieferten brasilianische Exporteure 2011 in die chinesische Sonderwirtschaftszone; das entsprach gegenüber 2010 einem Zuwachs von 30 %.

 

Deutlich gesteigert wurden auch die Ausfuhraktivitäten in Richtung Ukraine, wohin 54 % mehr als im Vorjahr vermarktet wurden. Wachsende Absatzmöglichkeiten ergaben sich für die brasilianische Schweinefleischwirtschaft zudem im Nachbarstaat Argentinien sowie in Angola. Obwohl die gesamte Ausfuhrmenge schrumpfte, konnten die brasilianischen Exporteure insgesamt um 7 % höhere Erlöse erzielen. Durch den Export von Schweinefleisch konnte Brasilien im Jahr 2011 rund 1,10 Mrd. Euro erlösen.



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